Oliveira Martins by Antero de Quental

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By Robert Nguyen Posted on Dec 11, 2025
In Category - World Cultures
Quental, Antero de, 1842-1891 Quental, Antero de, 1842-1891
Portuguese
Okay, so you know how some biographies feel like they're just listing facts? This one is the complete opposite. It's a 19th-century Portuguese intellectual writing about a 19th-century Portuguese historian, but don't let that scare you off. Antero de Quental doesn't just tell us what Oliveira Martins did; he tries to get inside the man's head. The whole review is really about this big question: How do you write about history? Is it just dates and events, or is it about understanding the soul of a nation? Quental argues with Martins's ideas, agrees with some, and questions others. It's less of a simple tribute and more of a passionate, sometimes heated, conversation between two brilliant minds. If you like seeing how history gets made and argued about, this short piece is surprisingly gripping.
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Zeit noch Lust bekamen, eine Bekanntschaft ihres eigenen Innern zu machen. Ob Advokat oder Minister, muß nicht der Mann aus dem Dachstübchen andere Weisen haben, als der von Vaters Thüre! Oder hätte das etwa keinen Einfluß, was einem vor Augen geschieht? und die Leute, die um einen herumlaufen, und das Gerede, das man hört, und die düsteren oder aufheiternden Gegenstände, die man sieht, und die Nachbarschaft und all die tausend Zufälligkeiten? Fürwahr! es ist ein eigen Ding um die Erziehung! Indeß Ihr mit klarem Bewußtsein nach den Rathschlägen eines Freundes oder Buchs Geist und Herz Eures Kindes zu dem von Euch erwünschten Ziele zu lenken sucht, kommen Dinge, Gerede, Nachbarn, Zufälligkeiten und verschwören sich gegen Euch oder helfen auch wol nach, ohne daß ihr Einfluß zu verhindern oder nur zu entbehren wäre. Später endlich, wenn's so über zwanzig, fünfundzwanzig Jahre kommt, thut der Einfluß der Wohnung wenig mehr. Mag dieselbe düster oder heiter, bequem oder ärmlich sein: sie gleicht einer Schule, worin der Unterricht geschlossen ist. In diesem Alter baut der Mensch seine Lebensbahn; er ist bereits vor jener, die Zukunft einschließenden Wolke angelangt, die ihm eben noch so fern erschien; seine Seele ist nicht mehr träumerisch und gelehrig; die Gegenstände spiegeln sich wol in ihr ab, lassen aber keinen Eindruck mehr zurück. * * * * * [Illustration] Ich nun wohnte in einem einsamen Stadttheile[1], nämlich hinter der Peterskirche in der Nähe des bischöflichen Gefangenhauses. Durch das Grün einer Akazie gewahrte ich die Fensterbogen der Kirche, den Fuß des hohen Thurms, ein schmales Fenster des Gefängnisses und in der Ferne zwischen den Dächern hin den See und seine Ufer. Wie viel vortreffliche Lehren hätte ich nicht daraus gewinnen können; wie sehr hatte mich das Schicksal vor andern Knaben meines Alters begünstigt! Mag ich sie nun auch nicht recht zu benutzen gewußt haben, so rechne ich es mir doch zum Ruhme an, aus dieser Schule hervorgegangen zu sein, die edler als eine Ladenschwelle und reicher als ein einsames Stübchen war. Sicher, hätte ich nur im mindesten Anlage besessen, wäre ich darin zum Dichter geworden. [1]: Dieser Stadttheil grenzt an die Hauptkirche Genfs, das in Rede stehende Haus ist unter dem Namen =Maison de la bourse française= (französisches Stift) bekannt, weil es zur Unterstützung von genfer Protestanten französischer Abkunft bestimmt war. * * * * * Indeß bei Licht besehen, ist es so besser; denn ich bezweifle gar sehr, daß es jemals einen glücklichen Dichter gegeben hat. Oder kennt Ihr etwa einen Einzigen auch unter den Glücklichsten von ihnen, der seinen Durst nach Ruhm und Ehre stillen konnte? Kennt Ihr Einen selbst unter den Größten und gerade unter diesen, der je mit seinen Arbeiten zufrieden gewesen wäre und in ihnen die himmlischen Gebilde wieder erkannte, die sein Genius ihm vorhielt? Ein Leben voll trügerischer Hoffnungen, Enttäuschungen, Ueberdruß, das ist alles! Ja, mehr noch! dies ist nur die Oberfläche, sie muß, denke ich, noch größere Schmerzen, noch bitterern Unmuth einschließen. Diese Köpfe bauen sich ein übermenschliches Glück, welches jeden Tag zerschellt oder zusammenbricht. Sie strecken ihr Haupt hoch in die Himmel und sind an die Erde gefesselt; sie lieben Göttinnen und finden nur Sterbliche. Tasso, Petrarca und du, Racine, ihr empfindsamen, kranken Seelen, ihr nimmer ruhigen, ewig blutenden, klagereichen Herzen, sagt einmal, um welchen Preis ihr unsterblich geworden! [Illustration] Das ist Ursache und Wirkung. Weil sie Dichter sind, leiden sie solche Qualen und weil sie solche Qualen leiden, sind sie Dichter. Aus dem Kampfe in ihrem Innern springt, wie ein Blitz aus der Wolke, der Strahl, welcher aus ihren Versen uns anglänzt; das Leiden enthüllt ihnen die Freude, die Freude lehrt sie...

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On the surface, this is a review Antero de Quental wrote about a multi-volume history of Portugal by his contemporary, Joaquim Pedro de Oliveira Martins. But it quickly becomes clear that Quental is doing much more than summarizing a book. He's launching a deep, personal investigation into how we understand our own past.

The Story

There isn't a plot in the traditional sense. Instead, Quental walks us through Martins's major work, História de Portugal. He outlines Martins's core argument: that Portugal's national character and its historical triumphs and failures can be traced back to its unique geography and the spirit of its people. Quental then holds this idea up to the light, examining it from every angle. He praises Martins's vivid, almost novelistic style and his attempt to find a unifying "philosophy" in Portugal's story, but he also pushes back, questioning some of the conclusions. The real narrative is the intellectual dance between the two men.

Why You Should Read It

I loved this because it feels alive. You're not getting a dry lecture; you're eavesdropping on a fierce, respectful debate between two friends who care deeply about their country's identity. Quental's voice is urgent and personal. He's trying to figure out, in real time, what it means to be Portuguese. The themes—how history shapes us, how we mythologize our past, the struggle for national purpose—are timeless and resonate far beyond 19th-century Lisbon. It’s a powerful look at how history is never just facts; it's a story we tell ourselves, and that story is always up for debate.

Final Verdict

This is a short, dense, and rewarding read. It's perfect for history buffs who enjoy meta-commentary—people who like reading about the writing of history itself. It's also great for anyone interested in national identity, Portuguese culture, or simply brilliant, condensed prose. If you prefer straightforward narratives with clear heroes and villains, this might feel too abstract. But if you enjoy seeing a great mind at work, wrestling with big ideas in real time, you'll find it fascinating.



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Paul Sanchez
2 months ago

Helped me clear up some confusion on the topic.

Andrew Johnson
1 year ago

Honestly, the depth of research presented here is truly commendable. I learned so much from this.

Ashley Johnson
1 year ago

Without a doubt, the plot twists are genuinely surprising. A valuable addition to my collection.

Jackson Thompson
9 months ago

From the very first page, the flow of the text seems very fluid. Don't hesitate to start reading.

Susan Clark
8 months ago

Good quality content.

5
5 out of 5 (6 User reviews )

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