Aus Trotzkopf's Ehe by Else Wildhagen

(8 User reviews)   6600
By Robert Nguyen Posted on Dec 11, 2025
In Category - World Cultures
Wildhagen, Else, 1861-1944 Wildhagen, Else, 1861-1944
German
You know those stories about a rebellious young woman who has to grow up? This is that, but with a twist. 'Aus Trotzkopf's Ehe' (From Trotzkopf's Marriage) picks up where the classic German coming-of-age tale leaves off. We met the wild, stubborn Lotte 'Trotzkopf' as a girl. Now, we follow her into adulthood and marriage. The real question isn't if she'll settle down, but how. Can someone who fought so hard to be herself possibly fit into the rigid roles of a 19th-century wife? It's a surprisingly sharp and quiet look at what happens after the 'happily ever after,' and whether personal freedom can survive it.
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Tür zum Kinderzimmer in Gontraus Hause geöffnet hatte und hineinschaute. Sogleich wurde er von den dreien mit hellem Jubel umringt, der eine zerrte ihn hierhin, der andre dorthin; lachend versuchte er die Ungestümen abzuwehren, aber da klammerten sie sich noch fester an ihn, und er kam nicht los. „Wollt ihr mich wohl loslassen, ihr Trabanten,“ rief er endlich; „wartet, ihr Kröten, ich werde euch kommen!“ Und er griff nach seinem Stocke. Da flogen sie kreischend auseinander; der Junge aber und das älteste der beiden Mädchen, ein dunkellockiges Kind mit blitzenden, braunen Augen, warfen sich an die Erde und nun begann ein Raufen und Balgen, daß sie wie ein Knäuel umherkollerten. „Aber Ruth, schäme dich, gleich stehst du auf!“ gebot Ilse, welche in diesem Augenblicke mit Nellie ebenfalls hereingekommen war, und reichte dann Onkel Heinz die Hand, der inzwischen die kleine, blonde Marianne emporgehoben hatte, welche ihre Ärmchen fest um seinen Hals schlang. Ruth aber, Gontraus wilde Älteste und ihr Freund Fritz, Rosis Junge, hatten sich hinter seinen Rücken geschlichen, ihn zupfend und neckend, und wenn er sich umdrehte und sie fortjagen wollte, liefen sie mit lautem Geschrei zurück. Das war ein Hauptspaß. „Kinder, so seid doch endlich vernünftig,“ legte sich Nellie jetzt ins Mittel, denn Onkel Heinz, der sich mit den beiden Frauen unterhalten wollte, hatte keinen Augenblick Ruhe. „Ja, nun hört endlich auf,“ gebot auch Ilse ernstlich, und ihr gehorchten die Übermütigen. Dann wandte sie sich wieder an Onkel Heinz mit den Worten: „Warum waren Sie in den letzten Tagen nicht bei uns, Herr Professor?“ „Ja, ja, das Arbeiten, das leidige Arbeiten, man kommt ja zu nichts,“ gab er zur Antwort. „Onkel Heinz, Onkel Heinz, sieh mal!“ rief es nun schon wieder, und da stand Ruth in seinem Hut und Überzieher, die er beide auf einen Stuhl neben sich gelegt hatte. Das war etwas zum Totlachen für die Kinder, und bei dem komischen Anblick der kleinen Person in dem Hute bis über die Ohren und dem langen Rocke konnten auch die Großen nicht ernst bleiben. Natürlich ging’s nun wieder an ein An- und Ausprobieren der Reihe nach, bis Ilse der Sache ein Ende machte. „Nun ist’s genug,“ sagte sie; „kommen Sie, lieber Professor, wir gehen in mein Zimmer.“ „Nein, Onkel Heinz, bleibe bei uns, bleibe bei uns!“ rief es von allen Seiten, und wie die Kletten hingen sich die Kleinen an ihn, zupften an seinem Barte, umklammerten seine Arme und hielten ihn daran fest, daß er nicht von der Stelle konnte. Ruth war die Tollste, sie ruhte nicht eher, bis er am Boden lag. Im Nu warfen sich die Kinder über ihn her, ihn zwickend und kneifend. Das war ein Schreien, sie hatten alle hochrote Backen, und der arme Onkel konnte vor Lachen nicht dazu kommen, sie abzuwehren, bis er schließlich doch Gewalt gebrauchen mußte, und ein Machtwort von Frau Ilse ihn von der wilden Horde befreite. Selbst Marianne, die zarte, sanfte Kleine, wurde von der Ausgelassenheit mit angesteckt, ihr und den übrigen hingen die Haare wirr um den Kopf, und aus den lebensprühenden Kindergesichtern leuchtete die helle Freude über den gut gelungenen Spektakel. „Ihr seid eine Gesellschaft,“ sagte Ilse kopfschüttelnd, aber solche Szenen waren ihr nichts Ungewohntes, wenn Onkel Heinz auf der Bildfläche erschien. „O, wie haben die Kinder Sie zerzaust,“ meinte Nellie, als sie den Professor ansah. „Ja, ja, Prügel müssen sie haben,“ rief er ihnen mit scheinbar bösem Gesichte zu, doch sie merkten, wie es gemeint war, sie sahen ja seine lustig zwinkernden Augen und wußten genau, so schaute er nicht aus, wenn er ernstlich böse war. Und nun zog er sich seine Manschetten zurecht, die...

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Else Wildhagen's sequel to her beloved 'Trotzkopf' follows the famously headstrong Lotte into the next chapter of her life: marriage. We see her navigate the new rules and expectations of being a wife and, eventually, a mother. The story isn't about grand adventures, but the intimate, daily struggles of a woman trying to hold onto her fiery spirit while building a home and a family.

Why You Should Read It

What grabbed me was how real Lotte feels. She's not a perfect heroine. She makes mistakes, gets frustrated, and sometimes longs for her simpler, wilder past. The book quietly asks big questions about identity and compromise. How much of yourself do you give up when you commit to someone else? Wildhagen doesn't give easy answers, which makes Lotte's journey all the more compelling. It's a thoughtful, character-driven look at a transition every adult faces, just wrapped in a historical setting.

Final Verdict

Perfect for readers who love deep character studies and historical fiction that feels personal, not just period-accurate. If you enjoyed seeing Jo March grow up in 'Little Women,' you'll find a kindred spirit in Lotte. It's also a fascinating read for anyone curious about the social pressures on women over a century ago—many of which, sadly, still echo today. A quiet, insightful book about the lifelong work of becoming yourself.



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Patricia Flores
11 months ago

Used this for my thesis, incredibly useful.

Daniel Martin
6 months ago

The formatting on this digital edition is flawless.

Oliver Thomas
1 year ago

Very interesting perspective.

5
5 out of 5 (8 User reviews )

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